Uff! Das Vorgeplänkel wurde ja doch etwas länger als gedacht.
Im 2. Teil wage ich einen kleinen Rückblick auf die letzten 12 Sauna-Jahre.
Vorab eine Anmerkung: ein paar Bilder stammen noch aus der Analog-Zeit und sind mehr schlecht als recht bearbeitet; das meiste Material entstand ab 2010.
Alles begann Anfang 2002. Binnen 2 Monaten tauschten wir unsere beiden Rauten-Autos aus Japan gegen be-Greif-te Schweden-Turbos. Eines der ersten Bilder ist das hier: [singlepic id=1888 w=1000 h=562 float=center]
Links der „alte“ Neue 9-3 mit gut 3.000 Kilometern auf der Uhr, rechts mein frisch gekaufter „Troll“, 9 Jahre alt und gut 120.000 Kilometer gelaufen. Im gleichen Jahr jagten wir den 9-3 nach Süden zum Bodensee, auch 2003 ging es wieder dorthin. Als Quartier diente damals das Zelt. So sah das Ganze dann in Waltenhofen aus: [singlepic id=1908 w=1000 h=562 float=center]
In den folgenden 3 Jahren wurden eher die nördlicheren Gefilde der Republik unter die Räder genommen – ich studierte zu dieser Zeit in Kiel. Den Abschluß meiner Bildungsjahre stellte das Auslandssemester in Göteborg 2007 dar. Die Stadt bietet viele schöne Aussichtspunkte; einer hatte es mir besonders angetan – Ramberget. Hier oben saß ich oft und genoss den Ausblick über die Stadt. [singlepic id=1889 w=1000 h=562 float=center]
Durch mein Auslandssemester hatte sich der Reisefokus wieder auf Skandinavien verlagert. In den nächsten Jahren durfte unser blauer Wagen immer auf schwedischen Straßen rollen, doch dazu später. Jedes Jahr waren wir wenigstens einmal in Dresden, oft 2-3 Mal. So auch 2009. Wir schauten gelegentlich in unserer alten Wohngegend im Südosten der Stadt vorbei. Hier schien die Zeit seit 15 Jahren stehengeblieben zu sein; alles verfällt. [singlepic id=1890 w=800 h=640 float=center]
Nun aber nach Skandinavien. 2010 startete ich DIE Tour. Binnen 4 Wochen bekam mein neuer Reisebegleiter (den 900-er hatten wir im Jahr zuvor verkauft) fast 10.000 Kilometer draufgebrummt. Beim ersten Bild experimentierte ich ein bisschen herum. [singlepic id=1891 w=800 h=629 float=center] Die Gedenktafel auf dem Flatruet-Hochplateau ist im Rückspiegel zu erkennen.
Bild Nummer 2 entstand nur 4 Tage später aber fast 1100 Kilometer weiter nordöstlich auf Magerøya: [singlepic id=1892 w=1000 h=562 float=center] Gut 24 Stunden später wanderte ich zum nördlichsten Punkt Europas.
2011 ging es erneut an das Ende Europas. Dieses Mal mit beiden Autos auf unterschiedlichen Wegen, die sich manchmal kreuzten. Ich entschied mich wieder für die Fjällstrecke und traute mir eine Über“nacht“ung auf Flatruet zu. [singlepic id=1893 w=800 h=681 float=center]
Knapp 14 Tage später hatte ich mein Festland-Ziel erreicht – die subpolare Halbinsel Varanger im äußersten Nordosten Norwegens. Die 3 folgenden Bilder entstanden innerhalb von nur 22 Stunden. [singlepic id=1894 w=1000 h=664 float=center] Am Ende der Straße in Store Molvik, der „Blick“ schweift über den Tanafjord zur Nordkinn-Halbinsel.
[singlepic id=1895 w=800 h=800 float=center] An der Straße von Store Molvik zurück nach Berlevåg – eine Ode an die vielen skandinavischen Schotterpisten (grusvägar), die unser Panzer in all den Jahren klaglos bewältigte. Rekordhalter hierbei ist die Flatruetstrecke mit 5 Besuchen.
[singlepic id=1896 w=1000 h=664 float=center] Tags darauf auf der Halbinsel Veines bei Kongsfjord. Genieße den Ausblick über die karge Landschaft.
Zum Abschluss der gemeinsamen Tour mussten wir unbedingt mal wieder auf Ramberget fahren. Hier das Abschlussbild mit den beiden Hurtigrutenfahrern: [singlepic id=1897 w=800 h=681 float=center]
Mit der D90 begann meine Experimentierlust. Diese morgendliche Silhouette fing ich Ende September auf Posseltslust ein: [singlepic id=1898 w=800 h=800 float=center]
2012 experimentierte ich weiter. Ganz in der Nähe meines Dorfes hatte ich im März einen wunderbaren Spot entdeckt. War während einer Nacht dort um Sternenspuren zu fotografieren. Zum Ende stieg langsam der Mond empor. Diese Szenerie hielt ich im folgenden Bild fest: [singlepic id=1899 w=1000 h=677 float=center]
Im September des Jahres ging es erneut nach Norden – back to the roots – mit dem Zelt. Eine der ersten Nächte machte ich in Johannisholm, in Dalarna, Zwischenstopp. [singlepic id=1900 w=618 h=800 float=center] Leider ärgerte mich bei dieser Nachtszenerie der Autofokus, sodass vieles unscharf ist. ‚Zelt unter Sternenhimmel‘ wurde ab dieser Zeit aber wieder zum Normalfall.
Einige Tage später hatte ich den nördlichsten Punkt der Tour erreicht und befuhr endlich den Berg Dundret bei Gällivare. [singlepic id=1901 w=531 h=800 float=center]
Die Rückreise bestritt ich hauptsächlich auf der E45 – fast schon die Wohnstube für meinen treuen Reisebegleiter. Mit dem 9-3 habe ich die gesamte – 1700 Kilometer lange – Strecke befahren. Eine der Nächte blieb ich in Hammerdal in Jämtland. Während des Sonnenuntergangs kam das „Gesicht“ des 9-3 sehr schön zur Geltung: [singlepic id=1902 w=533 h=800 float=center] Am Morgen danach war alles vereist, so auch die Stummelantenne auf dem Dach. [singlepic id=1903 w=800 h=624 float=center]
Ein Spung ins Jahr 2013. Statt Skandinavien erkundete ich wieder die Republik. Im blauen Panzer ging es in den Harz, an die Ostsee und ins Ruhrgebiet. Aber auch vor der Haustür ist es schön. In einer kalten Dezembernacht machte ich mich auf den Weg zur Kalmit. Was ich recht schnell entdeckte war der Halo um den Vollmond. Zum Abschluss einer langen Session wollte ich auch meinen treuen Begleiter mit diesem wunderschönen Naturschauspiel festhalten: [singlepic id=1904 w=558 h=800 float=center]
Ein weiteren Spot steuerte ich am 26.12. an. Über den 4 Burgen von Neckarsteinach hing dichter Nebel. [singlepic id=1905 w=800 h=800 float=center]
Nun sind wir in diesem Jahr angekommen. Der Winter war eher kurz und wenig schneereich. In einer Nacht Ende Januar begann es aber doch zu flöckeln. Das Weiß bedeckte langsam den blauen Panzer. [singlepic id=1906 w=1000 h=612 float=center]
Während meiner bisher letzten Rundreise – wieder mit dem Zelt – musste der 9-3 als Wäschetrockner herhalten: [singlepic id=1907 w=560 h=800 float=center]
Hier endet der Blick ins Archiv. Während des Schreibens dieser Zeilen kamen mir wieder ein paar Tourideen die mit dem neuen Tiefblauen umgesetzt werden könnten. Es zieht mich nach Jahren wieder in die subpolaren Gebiete Nordnorwegens.
Bis die Tage,
René
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