Schlussetappe nach Magerøya. Zum Knivskjelodden. Nach Norwegen. Anstrengend einerseits, entspannt andererseits.

Der lange Tagebucheintrag beinhaltete folgendes:

Route: Ă–vre Soppero – Karesuando – Enontekiö(Fin) – Alta(N) – Skipsfjorden/Magerøya
Kommunen (SE): Kiruna; (Fin): Enontekiö; (N): Kautokeino, Alta, Kvalsund, Porsanger, Nordkapp
Km: 566

Tjaha. Die Etappe aller Etappen! 🙂
04.45 in Ă–vre Soppero los. Sonne, 10 Grad. Kurz vor der Grenze eine kleinere Baustelle. Weniger schwierig als 2 Tage zuvor.
05.30 in Karesuando. Volltanken aum Automaten. Für rekordverdächtige 13.54 Kr. Weiter nach Finnland. Dort Benzinpreise um 1,50 Euro. Noch teurer. Gute Straße, immer noch schönes Wetter. Die Sonne ärgerte mich längst nicht mehr. Gegen 7h an der Grenze zu Norwegen. Bis dahin ließen sich die anderen Fahrzeuge an zwei Händen abzählen. Nix los um diese Zeit. Längere Pause an der Grenze, dann weiter.
Durch dünne Vegetation, meist Birken, kaum Nadelbäume, gen Kautokeino. 7.30h dort. Weiterhin entspanntes Fahren.
Gelegentlich ein paar Rentiere (worauf an der finnisch-norwegischen Grenze ausrĂĽcklich hingewiesen wurde/Bildbeweis).
Ca. 40km vor Alta änderte sich alles. Die Straße führte, mit vielen Kurven, durch eine tiefe Schlucht. Netterweise war ein Kleitransporter vor mir, meine Rettung! Bis 20km vor der Stadt blieb das so. Kurz vor 10h in Alta. Nix besonderes. TB gesucht, nicht gefunden. Entlang des blitzergespickten Alta-Fjordes weiter. Einige Kilometer später begann ein Anstieg auf ein karges Hochplateau. Dort Pause. Noch zweimal runter und einmal hoch, bis die E69 zum Nordkapp erreicht war. Diese Straße schlängelt sich entlang des Porsangerfjordes gen Norden. Tjaha, und da waren sie wieder: meine geliebten norwegischen Tunnel. Der erste, Skarvbergstunnel, 3km lang, spärlich beleuchtet. Pause danach, sacken lassen. Der zweite hatte es richtig in sich: Nur 500 Meter lang, aber eine Linkskurve und unbeleuchtet. Einfach in den Berg gehauen. Mit Fernlicht ging es durch. Netterweise ohne Gegenverkehr. Weiter zum Nordkapptunnel. Die Strecke bis dahin (ca.100km) war oft sehr unübersichtlich und eng.
Gegen 13h am Nordkapptunnel. 7 Kilometer lang. Erst 4km nach unten (bis 250muh), die Bremsen haben’s geschafft, dann 3km nach oben. Am Ende, auf Magerøya, die Mautstation. Problemlos bar bezahlt. Pause. Noch eine BrĂĽcke und der 4 1/2 Kilometer lange HonningsvĂĄgtunnel, dann war es fast geschafft. Zuerst zur HĂĽtte in Skipsfjorden. Einchecken + Ausladen. Schönes Wetter um 10 Grad. Später zum TB in HonningsvĂĄg. Das Hurtigruten-Schiff „Richard With“, Richtung Kirkenes lag vor Anker. Später einkaufen und nach Hause. Das erhoffte WLAN funktionierte leider nicht. Schade. In der HĂĽtte reifte die Idee, die KĂĽstenstrecke durch Norwegen sausen zu lassen und stattdessen durch die Finnmark gen SĂĽden zu fahren. Auch Jokkmokk+Vildmarksvägen mĂĽssen warten Ziel: Härnösand/Snibben. Viel war dann nicht mehr, nur noch pennen. Total fertig, nach fast 10 Stunden Fahrzeit.

Endlich am Ziel. Auf Magerøya. Nach einer Hammer-Etappe. (Größenwahn muss sein :-D)

/Herr Tunnelsson

Dazu viele Bilder:

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Die Drei-Länder-Tour auf der Karte:
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Alles zur Tour gibt es hier.