… und da bin ich wieder zurück in dem kleinen OdenwaldDorf.
Guten Abend zusammen!
Ein langer Tag geht zuende – der letzte dieser Reise. Begann recht ruhig und wurde dann anstrengend.
Gegen halb 10 schälte ich mich aus dem Bett und verzichtete zum vierten Mal auf mein gebuchtes Frühstück; wollte die Essensreste ungern wegwerfen, weshalb es selbstgekauftes Marmladenbrot gab. Kurz vor 11 war alles gepackt und das Zimmer geputzt. Marschierte mit meinem Gepäck zur Bahn. Kalt. Windig. Noch 3,5 Stunden bis zum Abflug. Was machen? Verstaute mein Gepäck in einem Schließfach im Bahnhof und ging rüber zu Nordstan, noch ein bisschen Lesestoff besorgen. Immerhin 40 Minuten rausgeholt. Bei der Abholung meines Koffers verabschiedete sich einer der Griffe – na toll. Konnte glücklicherweise alles reparieren und spazierte das kurze Stück zum Flygbuss-Gate im Nils-Ericson-Terminal. Den 12-Uhr-Bus ließ ich fahren. Während des Wartens beobachtete ich ein paar kleine Flieger (Sperlinge) die hier zu wohnen schienen. Eine lustige Abwechslung.
Kurz vor halb eins saß ich im Bus. Eine letzte Rundfahrt durch die Großbaustelle Göteborg begann; via Östra Hamngatan zum Kungsportsplats, dann hoch zum Götaplats und nach einem Schwenk über Korsvägen rauf auf die Autobahn nach Osten. Tschüss Götet. Gegen eins war der Flughafen Landvetter erreicht. Bei der Kofferabgabe bat ich die nette Dame doch Schwedisch mit mir zu reden, anstatt Englisch, was diese mit einem Lächeln tat. Herrlich. Keine Wartezeit gab es bei der unkomplizierten Sicherheitskontrolle – hatte es in Frankfurt noch gepiept, so passierte hier nix. Noch ’ne gute Stunde bis zum Abflug. Besorgte mir etwas Trinkbares und studierte ein bisschen die Zeitung (dagens Aftobladet). Kurz darauf wurde eine AbflugGate-Änderung bekanntgegeben. Also rüber von No. 16 zu No. 19. Hier konnte ich sogar die Maschine sehen; ist halt ein paar Nummern kleiner als in der Stadt am Main. Kurz nach zwei hatte ich meinen Platz in Höhe der Triebwerke eingenommen. Netterweise blieb der Mittelplatz leer, sodass schön viel Raum war.
Hellhörig wurde ich bei der Crew-Durchsagen, dass die Flugzeit recht kurz (1:15h) werden würde. Uff! Noch mehr Zeit in Frankfurt. Kurz nach halb drei war der Kranich-Vogel in der Luft. Konnte noch ein paar schöne Schwedenbilder machen ehe es durch die Wolken über den Kattegatt ging. Die ganze Zeit war kaum Boden zu sehen. Zu futtern gab es dieses Mal ein Stück Kirschkuchen, zu dem ich wieder O-Saft genoss. Ein ruhiger Flug. Interessant wurde es kurz vor Frankfurt. Über den Wolken zeichneten sich in der Ferne die Berge des Odenwaldes ab. Fast zuhause!
Auch in Frankfurt gab es eine Änderung; neuer Stellplatz und deshalb knapp 10 Minuten Wartezeit im Flugzeug. 16 Uhr. Per Bus wurden wir ans Terminal gebracht, wo nach einiger Zeit das Gepäck ankam. Meine Griff-Reparatur hatte gehalten. Gut! Noch fast eine Stunde ehe der Zug fahren würde. Einen Gutteil dieser Zeit verbrachte ich damit, durch das gut beschilderte Labyrinth „Flughafen Farnkfurt“ zu wuseln; zum Fernbahnhof. Gegen Fünf klärte ich gerade die besondere Taxi-Abholung, als eine erste Verspätung für meinen Zug angezeigt wurde. Vorteil: Taxi ab Mannheim, statt Heidelberg; Nachteil: noch länger warten. Aus den fünf Minuten wurden bald zehn – wurden dann fünfzehn. Die Bahnhofsdurchsage war im Dauereinsatz, da viele Züge Verspätung hatten. 17:25h. Hätte schon seit 5 Minuten im Zug sitzen müssen, saß aber auf den kalten Fernbahnhof. 17:33h. Nun sollte der Zug doch bald mal kommen?. Was kam war eine Änderung der Anzeige auf „20 Minuten“. Danke, Deutsche Bahn!
17:42 Uhr hatte ich endlich meinen Sitzplatz. ENDLICH.
Noch 35 Minuten bis Mannheim. Vorbei an den Bergen des heimischen Gebirges ging es nach Süden – durch die Abendsonne. Schönes Licht, und ’ne kleine Entschädigung. Kurz nach der Abfahrt wollte mein Koffer, unbedingt nochmal fliegen, und verließ seinen Platz auf der Hutablage. Kleiner Schreckmoment, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Packte ihn für den Rest der Zugfahrt zwischen meine Beine; unbequem aber sicher. Unterwegs schaute ich gelegentlich nach oben; meinem Rucksack durfte Gleiches nich passieren, andernfalls wären Fotoausrüstung und Laptop Schrott gewesen. Der Rucksack blieb an seinem Platz. Uff!
In Mannheim hatte sich wohl noch eine Gleisänderung ergeben, weshalb ich kurz auf meinen Chauffeur warten musste. Sehr bald war alles Gepäck verstaut und mit „Mütze oben“ – durch den großen Koffer konnten wir nicht offen fahren – ging es durch den dichten Verkehr heimwärts. 19:16h. Zurück und fertig. Packte meinen Kram aus und verzog mich in die Badewanne.
Nun, nach einem längeren Schnack, sitze ich letztmals am Laptop und tippe diese Zeilen. Ware schöne acht Tage in Schweden. Nahezu alle passte, vorallem blieb es trocken. Nach 2 Jahren war es herrlich die zwei Verrückten Schweden wiederzu sehen. Tack skall ni ha, Herr U. och Herr D.! Und nicht weniger schön war es mit K. und ihrer Familie ein paar Stunden verbracht zu haben. Danke an Euch & Alles Gute! 🙂
Die Tage werde ich noch einen kleinen Bericht schreiben und ein paar bessere Bilder (Auflösung & Qualität) hier veröffentlichen.
Danke an alle die mitgelesen haben.
/René
Und hier gibt es die letzten Bilder, 9 Stück; alles mit dem Telefon gemacht.