God afton från Malmö!
Ich bin wieder zurück in dem großen Land im Norden. Sitze in einem kleinen Zimmer mitten in Malmö. Bis hierhin war es ein langer Sommer-Tag. Aber der Reihe nach:
Der gestrige Abend war leider noch sehr lang. Mal wieder trat der Merksatz „Never change a running system“ ein. Hatte doch tatsächlich meinen Laptop aktualisiert, was aber dazu führte, dass kaum noch etwas funktionierte. Also durfte ich das Ganze nochmal von Null neu aufsetzen; das dauerte. Nun läuft auf dem 8 Jahre alten Technikrelikt ein frisches (L)Ubuntu 14.04. Und wenn Ihr diese Zeilen vor dem 23.09. im Netz lesen könnt, hat alles geklappt.
Gegen halb 8 begann dieser, mein erster Urlaubs-, Tag. Eine Stunde später hatte ich meinen BusStehplatz eingenommen und fuhr durch den sonnigen, angenehm warmen, Morgen zum Heidelberger Hauptbahnhof. Die S-Bahn nach Mannheim konnte ich mir aussuchen – das Jobticket hat seine Vorteile. Wohl wissend, dass der Anschluss an der Quadratestadt knapp werden würde, hatte ich mich für einen früheren Zug entschieden, welcher prompt Verspätung hatte. Wieder stehend ging es nach Nordwesten. Hier blieb kaum Zeit ehe mein Flughafenzubringer-Zug ankam. Endlich konnte ich sitzen.
Die Kleinstadt Ffm-Flughafen erreichte ich gegen 11. Recht wenig los auf dem Gelände. Recht bald war der Koffer weg und ich verkroch mich in den Abflugbereich um die gute Stunde Wartezeit zu überbrücken. Kurz vor 12 war es soweit. Die Reise im Zubringerbus dauerte ewig; unsere Maschine war im hintersten Winkel des Geländes – fast an der Autobahn – geparkt. Gegen halb eins ging es los. Hatte ja auf Grund der Parkposition einen Start nach Westen erwartet – Pustekuchen. Die gut gefüllte Boeing rollte den ganzen Weg nach Westen zurück, um anschließend zu warten; vor uns wollten noch drei andere Maschinen starten.
Herrlich entspannt erhob sich der große Kranich in die Luft. Zückte mein Telefon für ein paar Bilder. Ich war nun schon zum zweiten Mal (nach der Junireise 2012) mit Lufthansa unterwegs und war wieder sehr von dem Service an Bord angetan. Essen und Trinken, eine Tageszeitung; dazu sehr nettes Bordpersonal; nach den Erfahrungen mit den RyanIren aus früheren Jahren gibt es kaum noch einen Grund für mich, je wieder mit dieser „Billig-„Gesellschaft zu fliegen. Wirklich günstiger ist es nicht, wohl aber komplizierter, da die Flughäfen weit ab vom Schuss sind und kaum Infrastruktur haben.
Wolken über Deutschlands Mitte; im Norden klar. Kurz nach halb zwei erspähte ich die ersten dänischen Inseln. Bald darauf kam das Brückenensemble zwischen Falster und Sjælland ins Blickfeld und auch mein Møn-Zeltplatz vom letzten Juni samt der kleinen Insel Nyord. Schön, das Ganze mal aus der Luft zu sehen. War sofort wieder dort. Wenig später nur noch Häuser; wir gingen in den Landeanflug auf Kastrup. Auf die Minute genau erreichte die Maschine den dänischen HauptstadtFlughafen. Hatte nun noch großzügig Zeit ehe mein Zug über den Sund fahren sollte. Recht bald hatte ich meinen Koffer wieder und begab mich über den, doch eher kleinen ;), Flughafen zum Bahnhof. Im Minutentakt rauschten hier Züge durch – die meisten leer und für den Zustieg gesperrt. Ein einziger Zug durfte betreten werden – der proppevolle Øresundståg nach Osten. Interessierte mich weniger. Mein gebuchter X2000 kam mit etwas Verspätung an. Fast leer. Sehr schön! Über die Tunnel-Brücken-Verbindung rauschte das SJ-Aushängeschild nach Schweden – hoch über den Öresund; um kurz darauf im Malmöer Citytunnel zu verschwinden.
Kurz nach drei. Ich hatte Schweden erreicht. Sommer! Bei um die 20 Grad und einem knallenden Stern kam ich ganz schön ins Schwitzen. Nun besorgte ich mir ein MehrtagesTicket für den Stadtverkahr und fuhr zu meinem vandrarhem. Leider hielt der Bus nicht an der auserkohrenen Stattion sondern fuhr einen Umweg um nahe des Einkaufstempels „Triangeln“ zu stoppen. Mir blieb nichts anderes übrig als zu Fuß die paar hundert Meter zur Unterkunft zu laufen. Kein Problem. Kurz vor 4 hatte ich mein Zimmer. Geschafft!
Lange blieb ich nicht in der Unterkunft; hatte noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Mein erster Weg führte mich zum örtlichen, ex-monopolistischen, SIM-Laden um mich für die Kommunikation im Land auszurüsten. Weiter ging es zur Bank und einkaufen. Bei einem der vielen Schnellfutter-Läden machte ich Pause. Sehr angenehm diese Ecke von Malmö um Davidshall und Triangeln. Auf dem Rückweg entdeckte ich auch den Grund für den umgeleiteten Bus – eine Baustelle. 🙂
Mir fielen fast die Augen zu. Nach einem längeren Abend-Nickerchen studierte ich ausgiebig die Tagesausgabe von Aftobladet – was eher zu einer Wahl-Nachberichterstattungs-Zeitung geworden war. Sehr gute und interessante Artikel, vor allem der lange Einwurf von Åsa Linderborg.
Nun ist es kurz vor Mitternacht. Die Bilder sind auf dem Rechner und dieser Text ist geschrieben und wartet auf seine Veröffentlichung. Morgen werde ich Malmö erkunden. Bis dahin!
Vi ses & Godnatt!
/René
PS: Es hat funtioniert! 🙂
PPS: Ein paar Bilder vom Tage findet Ihr in meiner kleinen FB-Gallerie.