Willkommen zur sechsten Retro-Reise.
Seit unserem Ausflug nach Baden-Baden sind kaum zwei Wochen vergangen.
Nun zieht es uns für ein paar Tage nach Konstanz um einen runden Geburtstag zu feiern.
In diesem etwas Text-lastigeren Beitrag möchte ich Euch die Gegend um Konstanz zeigen, mit einem kleinen Ausflug in die Schweiz.
Kommt gern mit.
Tag eins beginnt eher unspektakulär. Bei eisigem Wetter fahren wir mit Umstieg in Karlsruhe an den Bodensee. Dabei gestaltet sich die Streckenführung rund um Triberg sehr interessant, mit vielen Kehren und Tunneln. Auf die höheren Flächen von Schwarzwald und Baar haben sich ein paar Schneeflocken verirrt. Über der Donau und den angrenzenden Regionen liegt Nebel.
Zum Nachmittag erreichen wir Konstanz. Unser Hotel liegt nur wenige Geh-Minuten vom Bahnhof entfernt und ist ein geschichtsträchtiges Haus. Das zeigt sich auch an den schön bemalten Fenstern.
Zum Abend machen wir eine kleine Runde durch die Stadt, später spaziere ich kurz zum See, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Leider habe ich irgendwie meine Kamera-Einstellungen geändert und bekomme nur jpegs. Trotzdem entstehen ein paar brauchbare Aufnahmen.
Die folgenden 8 Bilder sind vom Anreisetag:
Tag zwei ist anfangs regnerisch-grau. Am Nachmittag begeben wir und zu Fuß durch die Altstadt. Ich merke auf jedem Schritt, dass die Stadt Geschichte atmet. Es ist alt und eng – und doch belebt. Mit mehreren Schlenkern erreichen wir den Rheintorturm am Seerhein. Während wir selbigen überqueren klart es langsam auf. Das Spiel aus Sonne und Regentropfen sorgt für einen schönen Regenbogen. Währenddessen kommt uns auch ein Zug entgegen. Kurz darauf stehen wir am Bodensee. Mit der Zeit wird die Fernsicht besser. So zeigt sich auch erstmals dieser eine besondere Berg, der mich während der gesamten Reise begleiten soll und sich sehr prominent über dem Südufer erhebt – der Säntis in den Appenzeller Alpen, gute 2.000 Meter über dem Bodensee. Die Zeit verstreicht langsam, das Tages-Hell verschwindet.
Am Bahnhof organisieren wir noch Zugtickets für den folgenden Tag.
Die folgenden 34 Bilder geben einen kleinen Einblick dieses Rundganges:
Tag Drei – Geburtstag!
Was passt da besser als ein Ausflug nach Zürich.
Zum Vormittag reisen wir entspannt mit der SBB in die Limmat-Metropole. Selbst Mini-Verspätungen werden angesagt, interessieren uns aber nicht. Wir kommen pünktlich an. Sogleich beginnt die Suche nach einer S-Bahn-Station. Von dort soll uns der Zug auf den Zürcher Hausberg bringen. Mit der Bahn ins Naherholungsgebiet zu fahren ist auch eher speziell. Kurvenreich schlängelt sich die Strecke auf den Uetliberg. Während meine Begleitung am Bahnhof wartet, erklimme ich die letzten Höhenmeter zur Aussichtsterrasse. Vereinzelt finden sich noch Schneereste und es ist sehr matschig. Das stört mich aber weniger. Oben angekommen bin ich begeistert. Mir liegen Stadt und Zürichsee zu Füßen, gute 400 Meter tiefer. Nach Süden und Osten sind Alpengipfel zu erahnen, aber meist hinter Wolken verschwunden. Es ist ein Glückstreffer, dass ich den Säntis aus einer anderen Perspektive erwische. Zürich selbst ist dicht und belebt. Wäre der Wind nicht so frisch, ließe es sich hier oben aushalten. Deshalb fahren wir nach einer knappen Stunde zurück und erkunden die engen Altstadt-Gassen beiderseits der Limmat. Zwischendurch holen wir uns eine Kleinigkeit zu Essen. Da uns der Trubel am Limmatquai etwas zu doll ist, flüchten wir unter die Quaibrücke und genießen den Ausblick auf Landschaft und Tiere. Die Sonne zeigt sich und es ist erstaunlich angenehm. Bei warmem Wetter der perfekte Platz zum Durchschnaufen.
Zeit, wieder nach Konstanz zu fahren. Unterwegs ist immer wieder der Säntis zu sehen, kurz vor dem Ziel kann ich die Stadt fotografieren. Der Weg zum Hotel wird zu einem weiteren Stadtrundgang. Den Tag lassen wir mit einem opulenten 3-Gänge-Menü ausklingen. Ein rundherum gelungener Tag.
Die folgenden 43 Bilder sollen davon Zeugnis ablegen:
Tag vier beginnt für mich sehr früh.
Ob des Dateityp-Mißgeschicks vom ersten Abend möchte ich nochmals Nachtbilder am Bodensee machen. Daraus werden dann eher frostige Dämmerungsbilder, während im Südosten der Himmel heller wird. Besser als nix.
Danach döse ich vor mich hin. Irgendwann fragt mich meine Begleitung, ob ich Lust auf eine spontane Bootsfahrt nach Friedrichshafen hätte. Klar habe ich das! Am frühen Nachmittag erreichen wir die Zeppelin-Stadt. Sie bietet das volle Kontrastprogramm zu Konstanz: Eine genuine Altstadt existiert nicht, stattdessen Nachkriegs-Funktionsbauten. Das verwundert kaum, war Friedrichshafen doch eine wichtige Industriestadt und wurde deshalb während des Krieges stark zerstört. Zum Verweilen lädt die Promenade am Ufer ein; interessant ist bestimmt auch das Zeppelin-Museum. Da wir nur eine gute Stunde Zeit haben, kommt das für uns nicht in Frage.
Nach Rückkehr in Konstanz begeben wir uns noch auf eine kleine Grenz-Reise. Der Bereich südlich des Hafens ist sehr schön gestaltet und das Paradebeispiel für eine grüne Grenze. Man merkt kaum, ob man auf schweizer oder deutscher Seite ist. Sehr angenehm! Via Schnetztor geht es durch weitere Altstadtgassen zurück zum Hotel. Es ist der letzte Abend und die Rückreise steht bevor.
Die nachfolgenden 52 Bilder geben Euch einen kleinen Einblick in den Tag:
Tag fünf.
Die Abreise steht bevor. Am morgen ist es wieder frostig. Nebel liegt über der Stadt. Nach dem Frühstück spazieren wir zum Zug. Umstieg in Offenburg. In Mannheim trennen sich unsere Wege dann endgültig.
Es ist eine rundherum gelungene Reise ohne viel Stress und mit vielen neuen Eindrücken.
Hier sind die drei letzten Bilder aus Konstanz:
Retro-Reise No.6 – Ende.
Alle Beiträge dieser Reihe findet Ihr hier.
Gehabt Euch wohl & bis bald!
— SnusTux|René M. – 27/06-2026

Schreibe einen Kommentar