Bis zum Ende – Teil 1: Endlose Kilometer

Willkommen zu dieser kleinen Reise.
Binnen 10 Tagen geht es ans Ende Europas.


— SnusTux|René M. – 01/06-2026


Teil 1: Endlose Kilometer
16. – 25. Juni 2010
– 3669 km –


Teil 1a: Bremerhaven & Fährfahrt nach Schweden
16. – 18. Juni
– 955km –
Route: Wilhelmsfeld – A5/A7/A27 – Bremerhaven | Bhv Stadt – Nordenham – Butjadingen – Bhv | Bhv – Fähre Wischhafen–Glückstadt – Kiel/Stena (alles über Bundes- und Landstraßen)

16/06-2010
Hallo zusammen.
SnusTux ist im Urlaub. Zu Besuch bei der W[…] in Bremerhaven. 7 Stunden deutsche Autobahnen musste(!) er ertragen – inklusive eines Staus. Endlich angekommen wurde SnusTux eine Stadtbesichtigung der besonderen Art zuteil: W[…] betätigte sich als ausgezeichneter Stadtführer und machte SnusTux Bremerhaven richtig schmackhaft. Besonders nachts hat die Stadt ihren Charme. Sehr schön. Morgen/heute das Ganze nochmal bei Tage. Schonmal ein großes Dankeschön an W[…]. Am Freitag geht’s nach Kiel und auf die Fähre gen Götet. Dort warten einige Besuche.
Bis Bald,
/Bremer-Havensson
erstpublikation: 17/06-2010, 01:42

17/06-2010
Hej.
Bremerhaven. Schöne Stadt mit schönem Umland. Hier ein paar Impressionen aus der Gegend um die Wesermündung:
… oder auch nicht. Die Bilder sind wegen eines Minderwertigkeitskomplex‘ geflüchtet.
Morgen weiter gen Norden
/Norden Hamsson
erstpublikation: 17/06-2010, 21:44

18/06-2010
Tjaha. Bremerhaven war schön. Danke W[…] für die Unterkunft.
–
11:00 Start bei Regen in Bremerhaven
Navigationssystem (Sygic) lotst über die Dörfer nach Wischhafen
12:30 in Wischhafen; dort ca. 1h Wartezeit an der Fähre nach Glückstadt
14:00 in Glückstadt; weiter mittels Navi über die Dörfer nach Kiel
15.30 in Kiel; Citti-Park-Shopping
Weiter nach Projensdorf und an der Förde entlang zum Terminal
17:00 am Terminal; 17:20 in der Kabine
Dieser Tag war der letzte in Deutschland – bis auf Weiteres. Das Wetter hielt sich noch bedeckt, wie anhand der Bilder zu sehen ist. [20260531: Leider keine Bilder vom Tag.]
/Till Sverigesson
erstpublikation: 01/07-2010, 16:15


Teil 1b: In fünf Tagen durch das Land
19. – 23. Juni
– 2130km –
Route: (Kiel/Stena) – Gbg/rundtur – E45 – Sunne Vhem | Sunne Vhem – E45 (Torsby, Malung) – Mora – Sveg – Vemdalen Vhem | Vemdalen Vhem – Hede – Funäsdalen – Flatruet – Ljungdalen – Åsarna – Storsjöbygden – Vhem Åre/Brattland | Vhem Åre/Brattland – Åre Chokladfabrik – Östersund/E45 – Strömsund – Vilhelmina – Sorsele CP | Sorsele CP – E45 –Arvidsjaur – Jokkmokk/Polcirkeln – Gällivare – Vhem Övre Soppero
Kommunen (SE): Göteborg, Mölndal, Ale, Lilla Edet, Trollhättan, Vänersborg, Mellerud, Åmål, Säffle, Grums, Karlstad(?), Kil, Sunne | Sunne, Torsby, Malung–Sälen, Mora, Orsa, Ljusdal, Härjedalen | Härjedalen, Berg, Åre | Åre, Krokom, Östersund, Strömsund, Dorotea, Vilhelmina, Storuman, Sorsele | Sorsele, Arvidsjaur, Jokkmokk, Gällivare, Kiruna

19/06-2010
Auf der Fähre durchwachsenes Wetter gen Norden. Dann erstmal Leute treffen in Götet, einkaufen und einiges klären. Abschließend noch ein paar Kilometer nach Värmland.
–
09:00 Ankunft bei Regen in Gbg; Alkotest bei Rausfahren – bestanden ;–); Rumtelefonieren um alles zu klären; weiter zur SEB Lilla Bergsgatan
10:00 Ikea Kållered Sachen Kaufen; weiter zur Snusbutik am Mölndalsväg
11:00 JU in Högsbohöjd abholen; Treffen mit JD am Husaren
11:20 Skanstorget Kanelbulle+Kaffe im Husaren
12:30 zu Ica Södra Vägen Shopping mit JU+JD
13:30 Abfahrt in Götet Richtung Sunne; E45 ist Großbaustelle bis hinter Ale; zeitweise regen um 15 Grad
Blitzerstrecke bis Sunne
neuen 9–5 in Dalsland gesichtet
15:40 Pause bei Mellerud
über fast leere Straßen nach Sunne; immer noch 15 Grad bisschen Sonne+Regen
18:00 Ankunft im Vhem Sunne; ganz gemütlich im Hembygdsgård gelegen; gibt bessere
bisher kaum Mücken;
TrekBuddy spinnt: hat wie 16/06 nur einen Teil der Route aufgezeichnet; Navigation via Sygic funktioniert gut; fast ohne Verfahren durch Götet
Abends ab ca. 22h Krach: laute Musik von der Gubbdisko auf Hembygdsgård; ab kurz nach 1h war dann endlich Ruhe
Auf einigen Strecken wird die geringere Geschwindigkeit schon ein paar hundert Meter vorher angekündigt; da kann man sich ausrollen lassen und Benzin sparen – praktisch.
Insgesamt ein schöner, wenn auch etwas stressiger Tag. Die Dorfdisko zum Schluss war ein Höhepunkt! ;–)
/Sunne Gubb–Diskosson
erstpublikation: 01/07-2010, 16:41

20/06-2010
Eine Etappe durch bekanntes Gebiet.
Und der Tag mit der längsten gleichmäßigen Tempomatfahrt. Von Värmland durch Dalarna nach Härjedalen. Zum Bären nach Sveg.
–
09:30 einigermaßen ausgeschlafene Abfahrt bei 10 Grad und dichten Wolken in Sunne bei gleichmäßiger Tempomatfahrt gen Mora; alles über die E45
14:00 Abfahrt in Mora, die Straße zwischen Orsa und der Länsgrenze zu Gävleborg ist ausgebaut und hat ihren Schrecken verloren.
17:10 in Vemdalen, kurzer Anruf, dann Einchecken bei Halvard; wie immer nettes Zimmer (Nummer 2, links vom Balkon)
nur 10 Grad; gut wegen der wenigen Mücken
Blitzerstrecke zwischen Mora und Sveg
gemütlicher Abend bei Sonnenschein und ein paar Wolken
Zurück in Vemdalen. Auf gut 400 Metern Meereshöhe. Nach 2008 und 2009 schon der dritte Aufenthalt in Vemdalens Gästis. Schön wie immer.
/Bin Zuhause–Schon
@JU+JD: Sa ni, att ni ville ha Svegs träbjörn? Varsågod, här kommer den! :–)
erstpublikation: 01/07-2010, 17:01

21/06-2010
Weiter durch heimische Gefilde. Wie 2009 ein Schwenk über die Flatruet–Strecke. Nur das Wetter spielte nicht so mit.
–
09:30 etwas geschlaucht in Vemdalen los. 8 Grad, bewölkt. Zuerst Mückennetz im Dorf kaufen, danach weiter nach Hede
09:50 in Hede: Einkaufen: Apotheke, Ica, Benzin (Schnitt: 6,7 L/100km)
10:40 nach Nordwesten Richtung Funäsdalen; über dieses Dorf auf den Grusväg zum Flatruet
Kurz nach 12 oben. Die Straße ist in einem schlechteren Zustand als 2009 bis Åsarna ein Stopp am Rotsjö (siehe 2009)
16:00 in Åsarna; über die westliche Storsjö–Strecke gen Norden; kurzer Stopp gg 16.20 in Myrviken.
17:00 Mattmar durch, auf einem Parkplatz kurz danach die Idee, Edsasdalen anzufahren (luxuriöser + teurer); gesagt, getan
Aber nix wars! ein bisschen durch die Dörfer südlich von Åre gurken, um dann doch Brattland anzulaufen.
Die richtige Entscheidung. Vorher noch Öffnungszeiten an der Schokofabrik geguckt
18:30 Ankunft in Åre/Brattland – fix und fertig.
Und dazu ein paar nette Bildchen.
/Auf Flatruetsson
erstpublikation: 02/07-2010, 00:37

22/06-2010
Neuland auf der E45. Ein Großteil des fehlenden Stückes zwischen Östersund und Arvidsjaur sollte an diesem Tag abgearbeitet werden. Auf zur Gleichmäßigkeitsrallye. Verbrauchsarm fahren.
–
10:00 Müder Start im Regen bei 10 Grad in Brattland; Åreskutan versteckt sich hinter dicken Wolken. Auf zur Schokobude in Åre. Großeinkauf erledigt.
Auf die E14 gen Osten Richtung Östersund. Dort (11:30) der Schwenk nach Norden auf die E45, für den Rest des Tages
bei konstanter Tempomatfahrt und müden Gliedern gen Strömsund.
12:30 Strömsund; erste große Pause. TB bis 13h zu, also einkaufen und Mittagessen, eine Stunde später zurück auf den Inlandsväg. Zwischendurch ein paar kurze Fotostopps.
15:30 Nächster Halt Vilhelmina, in Västerbotten. Der Regen ist schon lange weg, Sonne, 15 Grad.
Sämtliche größere Dörfer entlang der Strecke ähneln sich: eine alte Kirche, Einkaufsmöglichkeiten, Holzhäuser.
Weiter. Fast leere Straßen, fast konstant mit 90/100 beschildert. Tempomatfahrt/Gleichmäßigkeitsrallye
18:00 Ankunft in Sorsele. Stopp an der Kirche. Mücken!
Zur Jugendherberge. Zu! Zum zugehörigen Campingplatz: Alle Vhem–Zimmer ausgebucht.
Naja, stattdessen eine doppelt so teure Hütte. Ist nur eine »Nacht« (gut 65°N).
Überall Mücken. Zeit, den Mückenschutz auszuprobieren. Holzhütte mit Kühlschrank und Kochecke, ohne Wasser. Muss gehen.
In der folgenden Nacht schon fast Mitternachtssonne.
/Mot Norrsson
erstpublikation: 02/07-2010, 19:03

23/06-2010
Eine Woche rum. Und nach diesem Tag durch fast ganz Schweden. 50km vor der finnischen Grenze und dem Ende der E45.
Dazu noch knapp 90km fehlende Strecke bis Arvidsjaur.
–
09:00 wieder eine geräderte Nacht überstanden. Hütte für den Preis zu teuer. Rauf auf die E45 gen Norden.
Nach 20 km die erste Baustelle (15km) und Grusväg; weiter nach Arvidsjaur.
10:30 Ankunft in Arvidsjaur. Mobilnetz mit Tele2 (nicht in Sorsele); Övre Soppero anrufen; wird schwierig, da keiner da, aber wird klappen; TB‑Besuch und dann weiter. Unterwegs die obligatorischen Fotostopps, aber kein Mobilnetz! Werde mir wohl eine Telia‑SIM kaufen müssen.
Soll mich nach 12h melden, ob in Soppero alles klar geht.
Nach Arvidsjaur beginnt die Zeit der Wachmacher. Mehrere Rentiere kreuzen auf ca. 30km meinen Weg. Bildbeweis vorhanden.
Im Laufe des Tages wurde es ruhiger, erst auf der E10 steht noch eines am Straßenrand.
Der Anruf findet erst gg. 13h in Jokkmokk statt. Alles klar.
Polarkreis kann warten; vorher noch TB‑Besuch wg. Telefonladen fragen. Um die Ecke. Telia–Karte+Aufladung gekauft.
Weiter. Ca. 7km zurück zum Polarkreis. 13:30h dort. NUR DEUTSCHE (und viele Mücken)! Pause.
Viele Norweger auf den Straßen. 14:00h weiter nach Gällivare. Geld holen und einkaufen.
15:30 in Gällivare, nach einem anstrengenden Stück mit vielen Schleichern.
SEB: erledigt. Großeinkauf: erledigt. GG. 16h auf die letzte Etappe. Müde, noch 150km vor mir.
18:00 GESCHAFFT. In Övre Soppero. Nochmals kurzer Anruf und dann in ein gemütliches Zimmer mit eigenem Bad.
Besser als viele vorher.
Fühlt sich alles so unwirklich an: Die anderen Gäste reden samisch oder finnisch; Bei gut 68°N keine Landwirtschaft mehr;
wenige Nadelbäume, viele Birken. Bin ich noch in Schweden.? Ja, 50km vor der finnischen Grenze.
Alle Überführungsetappen sind geschafft! Innerhalb von 5 Tagen von Kiel durch ganz Schweden; Gut 2000km.
24.06. ist Ruhetag, am 25. das letzte Stück zum Nordkapp. Wird nochmal anstrengend.
Während der Etappe die Idee, länger in Jokkmokk zu bleiben, dazu eventuell Vildmarksvägen.
Später sollte sich herausstellen, dass diese Etappe mit nur 6,2 Litern auf 100km gefahren worden war. Rekord!
/Har Passerat–Polcirkelsson
erstpublikation: 02/07-2010, 19:13


Teil 1c: Pause & Sprung auf die Insel
24. – 25. Juni
– 584km –
Route: 18 km auf der E45 um Soppero | Övre Soppero – Karesuando – Enontekiö(FI) – Alta(NO) – Skipsfjorden/Magerøya
Kommunen (SE): Kiruna | Kiruna; (FI): Enontekiö; (NO): Kautokeino, Alta, Kvalsund, Porsanger, Nordkapp

24/06-2010
Ruhetag nach 5 schweren Etappen. Nur ein paar Bilder an einem »Naturrastplatz«, sonst nix.
–
Ruhetag. Sonne, knapp 20 Grad.
Nachmittags eine kleine Runde auf der E45 zu einem Naturrastplatz. Sonst pennen und schreiben.
/Mal Ausruhen–Wirdzeit
erstpublikation: 02/07-2010, 19:45

25/06-2010
Schlussetappe nach Magerøya. Zum Knivskjelodden. Nach Norwegen. Anstrengend einerseits, entspannt andererseits.
–
Tjaha. Die Etappe aller Etappen! 🙂
04:45 in Övre Soppero los. Sonne, 10 Grad. Kurz vor der Grenze eine kleinere Baustelle. Weniger schwierig als 2 Tage zuvor.
05:30 in Karesuando. Volltanken am Automaten. Für rekordverdächtige 13:54 Kr. Weiter nach Finnland. Dort Benzinpreise um 1,50 Euro. Noch teurer. Gute Straße, immer noch schönes Wetter. Die Sonne ärgerte mich längst nicht mehr. Gegen 7h an der Grenze zu Norwegen. Bis dahin ließen sich die anderen Fahrzeuge an zwei Händen abzählen. Nix los um diese Zeit. Längere Pause an der Grenze, dann weiter.
Durch dünne Vegetation, meist Birken, kaum Nadelbäume, gen Kautokeino. 7:30h dort. Weiterhin entspanntes Fahren.
Gelegentlich ein paar Rentiere (worauf an der finnisch–norwegischen Grenze ausrücklich hingewiesen wurde/Bildbeweis).
Ca. 40km vor Alta änderte sich alles. Die Straße führte, mit vielen Kurven, durch eine tiefe Schlucht. Netterweise war ein Kleintransporter vor mir, meine Rettung! Bis 20km vor der Stadt blieb das so. Kurz vor 10h in Alta. Nix Besonderes. TB gesucht, nicht gefunden. Entlang des blitzergespickten Alta-Fjordes weiter. Einige Kilometer später begann ein Anstieg auf ein karges Hochplateau. Dort Pause. Noch zweimal runter und einmal hoch, bis die E69 zum Nordkapp erreicht war. Diese Straße schlängelt sich entlang des Porsangerfjordes gen Norden. Tjaha, und da waren sie wieder: meine geliebten norwegischen Tunnel. Der erste, Skarvbergstunnel, 3km lang, spärlich beleuchtet. Pause danach, sacken lassen. Der zweite hatte es richtig in sich: nur 500 Meter lang, aber eine Linkskurve und unbeleuchtet. Einfach in den Berg gehauen. Mit Fernlicht ging es durch. Netterweise ohne Gegenverkehr. Weiter zum Nordkapptunnel. Die Strecke bis dahin (ca.100km) war oft sehr unübersichtlich und eng.
Gegen 13h am Nordkapptunnel. 7 Kilometer lang. Erst 4km nach unten (bis 250muh), die Bremsen haben’s geschafft, dann 3km nach oben. Am Ende, auf Magerøya, die Mautstation. Problemlos bar bezahlt. Pause. Noch eine Brücke und der 4 ½ Kilometer lange Honningsvågtunnel, dann war es fast geschafft. Zuerst zur Hütte in Skipsfjorden. Einchecken + Ausladen. Schönes Wetter, um 10 Grad. Später zum TB in Honningsvåg. Das Hurtigruten-Schiff »Richard With«, Richtung Kirkenes, lag vor Anker. Später einkaufen und nach Hause. Das erhoffte WLAN funktionierte leider nicht. Schade. In der Hütte reifte die Idee, die Küstenstrecke durch Norwegen sausen zu lassen und stattdessen durch die Finnmark gen Süden zu fahren. Auch Jokkmokk+Vildmarksvägen müssen warten Ziel: Härnösand/Snibben. Viel war dann nicht mehr, nur noch pennen. Total fertig, nach fast 10 Stunden Fahrzeit.
Endlich am Ziel. Auf Magerøya. Nach einer Hammer-Etappe. (Größenwahn muss sein :–D)
/Herr Tunnelsson
erstpublikation: 02/07-2010, 19:55


Vorbemerkungen | Teil 2: Die Insel

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