Norden 2011 – Ein Reiseexperiment
Hej zusammen!
Wir begeben uns auf eine weitere Zeitreise. Dieses Mal 15 Jahre in die Vergangenheit – und wieder in den Juni und Juli.
Nach der vierwöchigen Skandinavien-Tour 2010 wollte ich im Jahr darauf gleich wieder dorthin.
Gesagt, getan. Und vorher fleißig geplant.
Diese Tour wurde von vornherein besonders.
Zum einen wollten zwei verschiedene Reisen kombiniert werden, zum anderen wagte ich mich mit neuer Ausrüstung auf eine lange Strecke.
Ersteres gelang recht gut, auch wenn ich nachfolgend nur aus meiner Perspektive berichten werde, letzteres eigentlich auch.
Eigentlich…
04/10-2026: Im Juni 2026 folgte danach:
»Im Unterschied zu 2010 gibt es dieses Mal keine Tagesetappen – samt Berichten – sondern neun, thematisch gebündelte, Etappen-Teile. Diese hatte ich bereits im Frühjahr 2013 veröffentlicht. Gerahmt werden sie von diesen Vorbemerkungen und einem Abschlussartikel.« Nun weiter im überarbeiteten Einleitungstext:
Nun ja, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Die neun gebündelten Etappen existieren weiterhin. Sie sind allerdings kein Alleinstellungsmerkmal dieser Reise mehr. Über das Warum und das Wie habe ich mich in dem Einstiegsbeitrag zur 2010er Tour ausgelassen. Deshalb nur kurz: Während ich diese Tour überarbeitete, kam mir die Idee, die 30 Tagesbeiträge von 2010 in stimmige Etappen zu gruppieren – und damit das Konzept dieser 2011er Tour zu übernehmen. Dass dieses Konzept auch 13 Jahre nach Erstveröffentlichung noch trägt, war der Grund für mich, es auch für 2010 – geringfügig angepasst – zu adaptieren.
Mein Vorwort zur Artikel-Serie von 2013 lautete wie folgt:
»Die nachfolgenden Texte beruhen auf meinen Tagesberichten, welche während der 2011er Reise entstanden sind. Selbige sind sehr zeitnah – oft am selben Tag – abgefasst worden und eher telegrammartig gehalten. Vieles habe ich übernommen, einiges gestrichen. Wenn nötig, gibt es einen kurzen, rückblickenden, Kommentar.«
Im Zuge der Neubearbeitung im Herbst 2026 habe ich zwei längere, retrospektive, Gedanken gestrichen und in den Abschlussbeitrag umgezogen. Die Basis der Etappenberichte wird weiterhin durch meine Fassungen vom Frühjahr 2013 gebildet. KI-unterstützt wurden dabei wenige Dinge – meist kleine ironische Kommentare oder Anmerkungen – aus meinen ursprünglichen Tagesberichten von 2011 ergänzt. Hierbei hat sich die inhaltliche Verantwortung nicht verschoben, da die Texte weiterhin zu mehr als 95% von mir geschrieben sind.
Zum Abschluss folgt ein Blick in die Statistik und ein Rückblick aus meiner 2026er Sicht. Auch die vollständige Galerie findet Ihr dort. Also alles wie 2010.
Vorab noch ein paar Anmerkungen:
1. Ich habe den Fokus auf die Bilder gelegt. Beim erneuten Sichten des vorhandenen Materials ist mir aufgefallen, welch große Entwicklung ich in den vergangenen 15 Jahren gemacht habe. Damals ging es eher darum, die Orte festzuhalten, unabhängig von Licht und sonstigen Verhältnissen. Die meisten Bilder haben deshalb eher dokumentarischen Charakter. – Ja, ich wiederhole mich. Gleiches steht auch in meiner Einleitung zu 2010 –
Nur wenige Aufnahmen sind mit Blick für Licht und Objekt-Beziehungen entstanden. Und doch sind einige Bilder dabei, die mein späteres, fotografisches, Werk erahnen lassen. Gerade diese Anfangszeit ist von Experimentierfreude und »Spielerei« geprägt. Graufilter und Stativ hatte ich oft dabei, was an den vielen Langzeitbelichtungen zu erkennen ist – Wasserfälle und Stromschnellen sind dafür auch sehr dankbare Motive.
Und ich war damals etwas größenwahnsinnig. Habe ich doch alles im manuellen Modus ohne automatische ISO-Vorwahl und ohne Belichtungskorrektur gemacht. Stattdessen nutzte ich 3er-Belichtungsreihen. Bin heute froh, dass das damals irgendwie funktioniert hat, auch wenn meine Speicherkarten mit unnötigem Material befüllt wurden. Irgendwann später bin ich dann zu Blendenvorwahl mit Auto-ISO gewechselt. Heute mache ich einen Mix aus beidem: manueller Modus mit Auto-ISO und Belichtungskorrektur.
Beim Bilder-Sichten habe ich auch festgestellt, wie sehr sich Sensoren und Bildverarbeitung weiterentwickelt haben. Selbst bei ISO 200 (Standard bei der D90) gibt es ein Rauschen. Das ist mir von der D780 gänzlich unbekannt. Zu den wenigen Bildern, die mit der Kompaktkamera TZ-10 – 2010 meine einzige Kamera – entstanden sind, ist dies aber ein enormer Fortschritt.
2. Eine weitere Sache ergibt sich erst im Rückblick: Hauptthema der Reise war das Wasser in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen. Das war mir damals (und auch 2013) nicht bewusst.
3. Ich verweise gelegentlich auf frühere Reisen, vor allem auf meine erste lange Tour im Sommer 2003 – dazu auch ein Hinweis in meinem Eingangstext zu 2010 – und auf 2008/2010. 2003 fuhr ich quer durch Finnland nach Nordschweden, mit Stopp in Kiruna und Besuch in Narvik. Von dort ging es via Tromsø, Treriksröset und Inlandsvägen nach Süden.
4. Leider habe ich die GPX‑Streckenaufzeichnungen von damals nicht mehr – oder habe damals keine Strecken aufgezeichnet. So sind die Routen erst jetzt – auf Basis meiner damaligen Tagesberichte, der Bilder und ein paar Erinnerungen – entstanden und werden nicht immer passen. Das gilt vor allem für Kapitel 8.
Doch genug der vielen Worte. Begleitet mich nun gern auf diese Reise.
Gehabt Euch wohl & bis bald!
— SnusTux|René M. – 12/06-2026 (04/10-2026)
Lieber René, ich bin von deinen Reise berichten und deine fotografie Bearbeitung als Laie beeindruckt.
Super