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Lichtmalerei - Reisen - Technik

2014-03-10 – DB

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GebirgsRinder.

Tag Zwei in den Bergen aus Sandstein. Ein dunstig-sonniger Montag, meine Urlaubswoche hat so richtig begonnen. Gestern Abend hing ich noch bis Mitternacht vorm Rechner – Recherche und Bildung bei schnarchiger Edge-Geschwindigkeit. Ein Blick aus dem Fenster zu Mitternacht versprach viel Gutes. Die Laternen am Berg waren bereits gel├Âscht. Zeit f├╝r weitere Nachtbilder. Nach einigen Aufnahmen mit einer ungew├Âhnlichen Kombi – das Kit-Nikkor an der D300s – wurde auch das Doppelnamen-Dorf finster. Optimale Verh├Ąltnisse f├╝r sch├Âne Nachtbilder. Der zunehmende Mond stand mittlerweile nah am Horizont und beleuchtete die Szenerie noch schwach. Glaswechsel zum Tokina und weitere Aufnahmen. Nochmals ein Wechsel zur├╝ck auf die Kitlinse und ein paar letzte Aufnahmen im Hochformat am langen Ende. Kurz vor halb 2 war Schlafenszeit. Auch wenn der Wecker zum Sonnenaufgang klingelte, so verd├Âste ich diesen und sch├Ąlte mich erst halb neun aus den Federn.
Nach dem Fr├╝hst├╝ck begann meine kleine Rundfahrt. Einkaufen und Bankged├Âns in Pirna und Lohmen – meine Feldstudie „unter Einheimischen“, Locationsuche am Hockstein. Kurz nach eins erreichte ich das verschlafene Waitzdorf. Der Weg zum „Gebirgsbalkon“ Brand wartete auf mich. In Erwartung vieler Stufen zog ich mit meinen beiden Kombis vom gestrigen Tag los. Treppab in die Kernzone de Nationalparks durch den Waitzdorfer Grund in ein tiefes, dunkles Tal; entlang einer gutbefahrenen, schmalen Stra├če zum Aufstieg. Die Brandstufen haben es in sich: Aufw├Ąrts ├╝ber schmale Stein-/Holz-/Eisentreppen. Sehr anstrengend. Nach einer knappen Stunde stand ich auf dem Brand und genoss die dunstige Aussicht auf fast alle Tafelberge des Elbsandsteingebirges. Direkt an der Brandbaude schoss ich ein Panorama; zur Pause niederlassen wollte ich mich hier, an einer Gastwirtschaft, lieber nicht. Stattdessen suchte ich mir eine etwas abseits gelegene Bank und verschnaufte erst einmal. Fest entschlossen den Treppenweg auch in die entgegengesetzte Richtung zu nehmen zog ich kurz nach halb drei wieder von dannen, nicht ohne der Aussicht „Hafers├Ącke“ noch einen Besuch abzustatten.
Nun also zur├╝ck zu den Brandstufen. Hatte schon alle Technik im Rucksack verstaut und die Wanderst├Âcke bereit gemacht, als mich ein Blick abw├Ąrts wieder umkehren lie├č; f├╝r wenig schwindelfreie Pers├Ânchen wie mich ist das nix. Bereits w├Ąhrend meiner Pause war mir die Idee gekommen, einen anderen R├╝ckweg zu nehmen; eine Informationstafel leistete dabei gute Dienste. Ich marschierte nun nordostw├Ąrts ├╝ber die Brandstra├če und bog bald auf den Lupinenweg ab. Dieser brachte mich zur├╝ck in den Tiefen Grund – wesentlich angenehmer und entspannter als die Stufen, wenn auch l├Ąnger. Unterwegs entstanden einige interessante und teils experimentelle Aufnahmen. Nach abermaliger Querung der schmalen Stra├če f├╝hrte mich der Holl├Ąnderweg bergauf und zur├╝ck nach Waitzdorf. In Sichtweite der kleinen Siedlung fielen mir ein paar merkw├╝rdige, schwarz-zottelige Tiere auf. Diese fanden sich fast am gesamten Hang oberhalb des Dorfes – Gallowayrinder, wie ich etwas sp├Ąter erfuhr. Die Tiere wurden aus unterschiedlichen Winkel auf die beiden 12-MP-DX-Chips gebannt. Kurz darauf, es war mittlerweile halb f├╝nf, erreichte ich meinen geparkten treuen Reisebegleiter.
Wollte nun aber unbedingt noch den Berg aus der Ferne festhalten. Eine der M├Âglichkeiten daf├╝r bot sich in Waltersdorf. Nun auch per Auto den Tiefen Grund durchquerend fuhr ich nach Porschdorf und weiter nach Waltersdorf, Hier wurde der Brand samt Baude festgehalten. Was nun folgte war ein Gl├╝cksgriff: Wissend, dass ich von Ebenheit nicht zur Elbe kommen w├╝rde, fuhr ich trotzdem dorthin, vorbei am majest├Ątischen Lilienstein. Kurz vor dem Ortseingang entdeckte ich eine Haltem├Âglichkeit und fuhr trotzdem noch nach Ebenheit rein. Wenden. Auf der R├╝ckfahrt hielt ich an dem unscheinbaren Spot. Hier pr├Ąsentiert sich der Lielienstein von seiner schmalen Seite. Au├čerdem sind einige der linkselbischen Tafelberge – der K├Ânigstein fast in Rufweite – und die Bastei zu sehen. Bei tiefstehender Sonne entstanden weitere Bilder. Auch der Mond wurde in die Komposition mit einbezogen. Perfekt! Auf dem R├╝ckweg zum Hotel musst ich noch durch die Stra├čenbaustelle Rathmannsdorf. Via Bad Schandau und Krippen ging es zur├╝ch nach Reinhardtsdorf. Kurzer Halt auf der Stra├če „Schrammsteinblick“, dann zum Quartier. Technikgeraffel ins Zimmer und ab zum Futtern; es wurde Zeit!
G├Ânnte mir nach ewigen Zeiten mal wieder etwas Alkohol in Form eines Weizenbieres; dazu ├╝berbackene H├Ąhnchenbrust. Nicht viel, nichts besonderes (eher stino TK-Zeug), aber als Mahlzeit und preislich okej – 3 von 5 Tafelbergen. ges├Ąttigt setzte ich mich kurz nach 19h an den Rechner – und da sitze ich zwei Stunden sp├Ąter noch immer.

Dagens Bild zeigt die Gallowayrinder bei Waitzdorf. Ein unerwartetes Motiv f├╝r das Elbsandsteingebirge.
Morgen ist schon der letzte Tag in dem sch├Ânen Hotel. An diesem will ich einen ganz wichtigen Punkt abarbeiten – den Besuch des Kuhstalls.

Alle Bilder: mit Textohne Text

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