SnusTux

Lichtmalerei - Reisen - Technik

2014-03-09 – DB

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Gezirkelter Sonnenaufgang.

Guten Abend aus Reinhardtsdorf. Der erste Tag im Panoramahotel neigt sich seinem Ende entgegen; ein sonniger, dunstiger(!), M├Ąrzsonntag. Viel habe ich erlebt, und zeige Euch doch nur den beginnenden Tag.
Gestern Abend nickte ich kurz vor 9 ein und wurde gegen 2h wach. Zeit ein paar Nachtbilder zu probieren. Sehr dichter Nebel und kaum Sicht, trotzdem kamen ein paar brauchbare Bilder heraus. Viereinhalb Stunden sp├Ąter meldete sich meine innere uhr erneut – goldrichtig zum Sonnenaufgang. (Hatte anhand der Lage meiner Unterkunft schon erwartet, dass der Tagesbeginn direkt vor meinem Fenster stattfinden w├╝rde und wurde nicht entt├Ąuscht.) Der wabernde orange-rote Feuerball k├Ąmpfte sich ab kurz vor 7 durch die dichten Nebelschwaden des Elbsandsteingebirges. Ein sch├Ânes Schauspiel, dass ich auf meinem Balkon mitverfolgte – trotz eisiger K├Ąlte und Raureif auf den Feldern. Unser Stern stiegt langsam empor und wurde zusehens heller, klarer und w├Ąrmer; ich legte mich wieder ins Bett und beobachtete das Schauspiel, w├Ąhrend ich auf die beginnende Fr├╝hst├╝ckszeit wartete. Gegen 9 war dies soweit. Klein aber fein und mit gutem Service. Anscheinend ist das Hotel bei internationel G├Ąsten recht beliebt, da neben mir ein P├Ąrchen aus Frankreich fr├╝hst├╝ckte.
Noch immer war ich mir, nach dem ausgiebigen Mahl, nicht sicher, was ich an diesem Tag unternehmen w├╝rde. Nach kurzer Recherche stand eine Wanderroute und ich war startklar – D5000+GPS+18/105er Nikkor auf der Schulter, D300s+Tamron im Rucksack. Kurz vor 11 begann meine Tagestour. Zuerst um den Wolfsberg – leicht anges├Ąuert ob der mauen Sicht, aus der recht kontrastarme Bilder im Telebereich resultierten. Der einzig nette Nebeneffekt des Nebels zeigte sich in sch├Ânen Strahlen-Motiven, die mir zuhauf im Wald begegneten. Nach dem Wolfsberg ging es strammen Fu├čes nach S├╝dosten – zum Kleinen Zschirnstein. Die Beschilderung im Gebirge ist sehr gut, oft werden statt Kilometern Zeitangeben gemacht. Gegen 12 war der „Kleine“ erreicht. Am ersten Aussichtspunkt zeigte sich ein Sonntag-typisches, noch oft wiederkehrendes, Ph├Ąnomen: ├Ąltere Paare, meist aus der Region, hatten ihren Wandertag. Der erste Spot war also belegt. So verzog ich mich und lie├č mich an einem kleinen, hinter B├Ąumen versteckten Punkt nieder. Die ersten Paparazzi-Bilder entstanden. Auf dem weiteren Rundweg ├╝ber den Stein entdeckte ich – hatte die Hoffnung fast aufgegeben – doch noch einen sch├Ânen Aussichtspunkt. Rast und Bilder. Bald begann der angenehme Abstieg. Auf diesem begegnete mir ein Paar, wohl auch aus der Region – dem Dialekt nach zu urteilen – das wohl zum Gro├čen Zschirnstein wollte, nun aber auf dem falschen Weg war. Netterweise konnte ich helfen ;).
Nun also zum „Gro├čen“, anfangs vor, sp├Ąter hinter besagtem Paar. Der Aufstieg zum Dach des Gebirges erwies sich als heftiger, typischer f├╝rs Elbsandsteingebirge – schmale Treppen und Pfade entlang hoher W├Ąnde. Das riesige Plateau des Tafelberges wollte unter die F├╝├če genommen werden. Ein kurzer Stopp an einem kleineren Aussichtspunkt, dann zur Haupt-Aussicht. Hier war richtig viel los. Familien mit Kindern und die ├╝bliche 50+ Klientel. Das alles f├╝r eine suboptimale Aussicht. der Deciner Schneeberg lie├č sich nur erahnen und bedarf extremer Nachbearbeitung; ein Panorama verwarf ich wieder. Twittern konnte ich hier oben auch nicht, im Gegensatz zum Kleinen Zschirnstein – kein Netz. Auf ersterem schien der Wind zu entscheiden; zwischen 3G und „kein Netz“ war dort alles dabei.
Kurz vor 3 begann der Abstieg. Wollte eigentlich eine andere, k├╝rzere Route nehmen. Diese erwies sich recht bald als zu steil. So kehrte ich um und nahm den regul├Ąren Weg gen Sch├Âna. Mein Plan, auch noch zum Zirkelstein zu marschieren, verwarf ich unterdessen. Fersen und Zehen meldeten sich. Auf dem kilometerlangen, schnurgeraden, Sch├Ânaer Marktweg schaute ich nach m├Âglichen Abk├╝rzungen. Kurz vor dem Dorf fand sich eine. Nun ging es nordostw├Ąrts gen Quartier zur├╝ck. Dieses konnte ich aus ein paar interessanten Perspektiven ablichten. In Reinhardtsdorf angekommen zeigte sich der Gro├če Zschirnstein im Dunst. Festgehalten. Nun hatte sich auch die Fernsicht gebessert. Schrammsteine & Winterberg waren klar zu erkennen; konnte sogar die Hocksteinsch├Ąnke bei Hohnstein auf den DX-Chip bannen. Auch die Berge im b├Âhmischen Gebirgsteil waren zu erkennen. Sehr gut! Ein Morgen-Motiv, das bei Tourstart schlecht kontrastiert gewesen war zeigte sich nun in seiner vollen Sch├Ânheit.
Halb 5 war ich, v├Âllig durchgeschwitzt und fertig zur├╝ck am Hotel – nach ├╝ber 15 Kilometern.
Bilder zu zeigen gibt es viele – jetzt nicht, vielleicht sp├Ąter. Habe Hunger und will die K├╝che des Hauses ausprobieren

Nun zu Dagens Motiv. Habe mich f├╝r die aufgehende Sonne am Zirkelstein entschieden.

Alle Bilder: mit Textohne Text

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