Rückreise Teil 2. Durch 3 Länder. Ähnlich dem Freitag zuvor. Derselbe norwegisch-finnische Grenzübergang. Der andere nach Schweden wanderte gute 300 Kilometer nach Süden. Und der erste Tag mit dem berühmt-berüchtigten Radioprogramm „Sommar i P1“.

Das Statistikerparadies vermeldet dazu folgendes:

Route: Kautokeino – Grenze No/Fi – Enontekiö – E8 – Kolari – Polcirkel – Kukkolankoski – Grenze Fi/Sv – Haparanda – Kalix
Kommunen (N): Kautokeino; (Fin): Enontekiö, Muonio, Kolari, Pello, Ylitornio, Tornio; (SE): Haparanda, Kalix
Km: 482

Die zweite Etappe gen Süden. Aus der kargen Finnmark in das landwirtschaftlich geprägte Küstenland Norrbottens. 9h gings in Kautokeino los. Erstmal Wunden lecken. Einige Mücken hatten mich die „Nacht“ zuvor geärgert. Im Gesicht. Beide mussten dran glauben. Start bei wolkigen 11 Grad. Nach Süden zur Grenze mit Tempomat (wie fast den ganzen Tag). In der Finnmark außer Birken keine andere Baumart; diese auch nicht sehr zahlreich. 9.40h an der Grenze zu Finnland. Kaum besseres Wetter. Nix los auf den Straßen. Über Enontekiö zur E8. Diese sollte für den Großteil der Etappe meine Straße sein. Immer entlang der Grenze zu Schweden, an Muonio- und Torneälv. Erste Pause hinter Muonio. Quartier sichern (Schlüssel im Kasten; Kod), SMS nach DE. beides übers schwedische Netz. Wie dieses von Telia, so strahlte auch SR P1 schön nach Finnland rein. Mein „Sommar“-Tag war gerettet. In Muonio 15 Grad und Sonne. Naja, nach Süden hin wurde es immer wärmer. Später bis zu 24 Grad. Längere Kaffeepause gegen 12.30h in Kolari. 14h am Polarkreis. Passage desselben nach Süden. 6 Tage nördlich davon. Eine gute Stunde später schloss sich abermals ein Kreis zu 2003. Kukkolankoski/Kukkolaforsen. Rastplatz auf finnischer Seite mit Aussicht auf mein Quartier von 2003 und die namensgebenden Stromschnellen. Fotos machen. Kurz nach 16h war die Grenze zu Schweden erreicht. Nach Haparanda. In den letzten Jahren hat sich in dieser Stadt viel getan. Ein großes Einkaufzentrum, u.a. mit dem nördlichsten Ikea Schwedens/der Welt(?), ist entstanden. Insgesamt wachsen beide Städte (Tornio/Fin, Haparanda/Se) immer mehr zusammen. Futter fassen und einkaufen. Dann gg 16.45 weiter auf die letzten gut 50km nach Kalix. Dort Tanken und die Frontscheibe von ihrer Insektensammlung befreien. Hatte die hundert Kilometer zuvor kaum noch was gesehen. Weiter zum vandrarhem. Alles wie abgesprochen. Die Zimmerschlüssel fanden sich in einer Kod-gesicherten Box. Im Herrenhof am Kalixälv ein nettes Zimmer. Wetter hielt, es wurde mit ca. 20 Grad wieder etwas kühler. Sonne.
Abends ein Telefonat mit Deutschland. Wie sich die Zeiten gelichen: ähnlich 2003 war ich dem Hochsommer mit 30 Grad+ entflohen.
Morgen über die E4 gen Süden. Hoffentlich hält sich der angedrohte Regen zurück.

/Kukkola N. Koskisson

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Die Karte mit der Etappe:
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Alles zur Tour gibt es hier.