Bis zum Ende – Teil 3: Grenzgänger
Drei Tage, drei Länder. Ich bewege mich auf Grenzen – passiere Grenzen – und komme weit nach Süden voran.
— SnusTux|René M. – 01/06-2026
Teil 3: Grenzgänger
28. – 30. Juni 2010
– 1547km –
Route: Skipsfjorden/Magerøya – Honningsvåg – E6/Olderfjord – Lakselv – Karasjok – Finnmarksvidda – Kautokeino | Route: Kautokeino – Grenze NO/FI – Enontekiö – E8 – Kolari – Polcirkel – Kukkolankoski – Grenze Fi/Sv – Haparanda – Kalix | Kalix – E4 – Skellefteå – Umeå – Övik – Härnösand/Snibben + Hä/Sni – Sundsvall/Birsta – Hä/Sni
Kommunen (NO): Nordkapp, Porsanger, Karasjok, Kautokeino | Kautokeino; (FI): Enontekiö, Muonio, Kolari, Pello, Ylitornio, Tornio; (SE): Haparanda, Kalix | Kalix, Luleå, Piteå, Skellefteå, Robertsfors, Umeå, Nordmaling, Övik, Kramfors, Härnösand, Timrå, Sundsvall
28/06-2010
Kaum ein anderer Tag bot unterschiedlichere Landschaftsformen als dieser. Eine bestimmte Gegend tat es SnusTux besonders an: die Finnmarksvidda.
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Letzter Tag auf Magerøya, die erste Überführungsetappe gen Härnösand steht bevor. Morgens gg. 9:30h, 6 Grad, Regen. Auf nach Honningsvåg. Zuerst zur Kirche, danach noch in einen Buchladen. Ein bisschen Regionalgeschichte über die Insel muss mit. Halb 11 am Nordkapptunnel. Unter dem Wasser durch zurück aufs Festland. War schön. Immer noch Regen und 7 Grad. Entlang des Porsangerfjordes netterweise ein Lotse. Der erste, kürzere der beiden, Tunnel diesesmal beleuchtet. Komisch. Durch den längeren zweiten und dann noch ein paar Kilometer bis zur E6. Neuland. Und wie. Die Strecke beginnt mit mehreren Kilometern Schotterpiste. Nach Knapp 10km Stopp. Baustelle mit Lotsenfahrzeug. Mittlerweile kurz nach 12h. Eine halbe Stunde Wartezeit. Dann durchlotsen lassen von 2 jungen Damen im Lotsbil. Vielleicht 2km. Die darauffolgenden 10km boten noch 2 weitere Baustellen. Bei einer wurde Gestein von einem Bagger auf Lkw geladen, die zweite war ein Brückenbaustelle mit Umfahrung. Auch wurde derweil vor Schafen gewarnt. Einige grasten bis kurz vor Lakselv am Straßenrand. Kurze Pause am Fjord vor Lakselv. Wenig Wasser, Ebbe?. Gegen 14h in Lakselv. Kleingeld vertanken. Die Kilometer bis dahin waren eher spritfressend. Hinter Lakselv eine ganz andere Landschaft. Aus dem kargen Küstensaum mit steilen Abhängen ging es bergauf in die Finnmarksvidda. Auf 7km führte die E6 dabei durch militärisches Gelände. 15h in Karasjok. Zentrum der Sami. TB+Museum+Tourifallen. Nur Deutsche Touristen. Haha. Nordkapp+Samikultur das passt. Der Regen war gewichen, trotzdem nur 11 Grad. Halb 4 weg von der E6 auf den RV 92 durch die Finnmarksvidda gen Kautokeino. Ganz anderes, entspannteres Fahren. Endlich wieder Tempomat. Zwischendurch viele Stopps. Genießen. Kurz nach 18h in Kautokeino. Etwas Sonne, 12 Grad. Quartier beziehen. Zimmer mit Dusche für 700 SEK. Sehr gut und entspannt. Samiesk. Morgen weiter durch Nordwestfinnland zum Bottenviken. Nach Kalix. Zurück anch Schweden. Heute keine Rentiere nur Schafe. Midnatssolen gibts diesmal leider nicht in echt, nur auf einer Postkarte.
Während der Fahrt durch die Finnmarksvidda die Idee, das mal komplett mit Nordostfinnland, Kirkenes und dem östlichen Finnmark–Fylke zu machen. Die norwegische Westküste reizt mich nicht mehr, vielleicht mit Hurtigruten.
Noch Fragen.? Bildbeweise anbei.
/Same I–Finmarksviddasson
erstpublikation: 02/07-2010, 23:07
29/06-2010
Rückreise Teil 2. Durch 3 Länder. Ähnlich dem Freitag zuvor. Derselbe norwegisch-finnische Grenzübergang. Der andere nach Schweden wanderte gute 300 Kilometer nach Süden. Und der erste Tag mit dem berühmt-berüchtigten Radioprogramm »Sommar i P1«.
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Die zweite Etappe gen Süden. Aus der kargen Finnmark in das landwirtschaftlich geprägte Küstenland Norrbottens. 9h gings in Kautokeino los. Erstmal Wunden lecken. Einige Mücken hatten mich die »Nacht« zuvor geärgert. Im Gesicht. Beide mussten dran glauben. Start bei wolkigen 11 Grad. Nach Süden zur Grenze mit Tempomat (wie fast den ganzen Tag). In der Finnmark außer Birken keine andere Baumart; diese auch nicht sehr zahlreich. 9.40h an der Grenze zu Finnland. Kaum besseres Wetter. Nix los auf den Straßen. Über Enontekiö zur E8. Diese sollte für den Großteil der Etappe meine Straße sein. Immer entlang der Grenze zu Schweden, an Muonio- und Torneälv. Erste Pause hinter Muonio. Quartier sichern (Schlüssel im Kasten; Kod), SMS nach DE. Beides übers schwedische Netz. Wie dieses von Telia, so strahlte auch SR P1 schön nach Finnland rein. Mein »Sommar«-Tag war gerettet. In Muonio 15 Grad und Sonne. Naja, nach Süden hin wurde es immer wärmer. Später bis zu 24 Grad. Längere Kaffeepause gegen 12.30h in Kolari. 14h am Polarkreis. Passage desselben nach Süden. 6 Tage nördlich davon. Eine gute Stunde später schloss sich abermals ein Kreis zu 2003. Kukkolankoski/Kukkolaforsen. Rastplatz auf finnischer Seite mit Aussicht auf mein Quartier von 2003 und die namensgebenden Stromschnellen. Fotos machen. Kurz nach 16h war die Grenze zu Schweden erreicht. Nach Haparanda. In den letzten Jahren hat sich in dieser Stadt viel getan. Ein großes Einkaufszentrum, u.a. mit dem nördlichsten Ikea Schwedens/der Welt(?), ist entstanden. Insgesamt wachsen beide Städte (Tornio/Fin, Haparanda/Se) immer mehr zusammen. Futter fassen und einkaufen. Dann gg 16.45 weiter auf die letzten gut 50km nach Kalix. Dort tanken und die Frontscheibe von ihrer Insektensammlung befreien. Hatte die hundert Kilometer zuvor kaum noch was gesehen. Weiter zum Vandrarhem. Alles wie abgesprochen. Die Zimmerschlüssel fanden sich in einer Kod-gesicherten Box. Im Herrenhof am Kalixälv ein nettes Zimmer. Wetter hielt, es wurde mit ca. 20 Grad wieder etwas kühler. Sonne.
Abends ein Telefonat mit Deutschland. Wie sich die Zeiten gleichen: Ähnlich 2003 war ich dem Hochsommer mit 30 Grad+ entflohen.
Morgen über die E4 gen Süden. Hoffentlich hält sich der angedrohte Regen zurück.
/Kukkola N. Koskisson
erstpublikation: 02/07-2010, 23:11
30/06-2010
Neuer Tag, neue Überraschungen. Und eine sehr anstrengende Etappe. Kilometermäßig ist dieser letzte Junitag bisher der Rekordhalter diese Jahres. Leider habe ich es nicht geschafft, all die netten Erlebnisse in Bildern festzuhalten.
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Letzter Junitag. Und was für einer! Start gegen halb 10 bei Wolken und 15 Grad in Kalix. Eine angedachte Frühstückspause muss warten. Kilometer-schrubben bis Skellefteå. Halb 12 dort. Sonne, 24 Grad, warm. Bis dahin nur ein bisschen Regen. Gut ausgebaute Straße. Immer um 100 km/h. Pause in Skellefte. Stadtrundgang mit TB-Besuch. Dann die Frühstückspause. Und der Anruf im Vhem. 5 Tage am Stück geht nicht. Aber 2 Tage. Immerhin Planung hinfällig. Gegen halb 1 weiter. 2 Stopps bis Ume. Währenddessen das zweite Sommerprogramm. Die Straßen werden voller, die Stadtdurchfahrten zahlreicher. Zuerst Skellefte, dann Ume. Dazu Baustellen und Schwertransporte. Diese ließen sich auch auf den 2+1‑Strecken nicht überholen. Weiter gen Övik. Pause im 2003er Örnen. Wieder ein Kreis geschlossen. Von 16:15–45 in Övik. Bewölkt, noch knappe 20 Grad. Dann die Strecke durch die Weltkulturerbe-Region Höga Kusten. Mit Regen! Angestrengtes Fahren. Nach ein bisschen Suchen dann gegen 18h im Vhem. Vor der Herberge Deutsche mit einem alten 444er-Volvo. Kurzer Klönschnack. Dann Einchecken in der C-Platz-Rezeption. Noch ein Klönschnack. WLAN sollte funktionieren. Funktioniert auch. Nur der USB-Stick scheint’s nicht zu machen. Weder unter Linux, noch unter Win7. Schneller Entschluss: Ab zum Mediamarkt nach Birsta/Sundsvall, oder in einen E‑Markt an der Strecke. Das nach gut 540km! Kurz nach 19h Aufbruch gen Süden. Nach der Stadtdurchfahrt Öviks folgte die von Härnösand. Wie am gesamten Tag entlang der E4 viele Blitzer. Erst die letzten 25km Autobahn. Kaum noch was los. Gischt vom vorübergegangenen Gewitter. Kurz nach 20h in Birsta. Media schon zu. Bis 20h geöffnet. Mist. Frust-Abendessen bei McD. Gegen 20 vor 9 zurück. Leere Straßen. Tempomat. Halb 10 zurück im Quartier. Fertig.
Komplette Neuplanung. Der Stopp in Alingsås wird wohl auf 6 Tage verlängert. Vorher noch Höga Kusten und Döda Fallet in Jämtland, danach gen Süden nach Sörmland. Mal sehen, ob das was wird und ob ein neuer WLAN‑Stick was bringt. Gibt viel zu bloggen. In 2 Wochen hat sich was angesammelt.
Lustige Anmerkung: Das Quartier an der Höga-Kusten-Brücke ist das erste Steinhaus seit Bremerhaven. Alle anderen waren Holzhäuser.
E4-Umfahrungen: Pite, Lule
E4-Durchfahrten: Skellefte, Ume, Övik, Härnösand, Sundsvall
/E. Fyrasson
PS: Övik ist die Abkürzung für das nette Städtchen Örnsköldsvik am nördlichen Ende der Hohen Küste.
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erstpublikation: 02/07-2010, 23:18























