Eine heliografische Wanderung

Willkommen zur Wanderung.
Was ist Heliografie eigentlich? Malen mit Sonnenlicht (von griechisch “helios” = Sonne und “grafein” = malen, zeichnen). Der Heliografie widmen sich die hier folgenden Bilder. Diese entstehen auf einer ganz speziellen Lichtwanderung.

Am 22. März begebe ich mich eine Stunde vor Sonnenaufgang in den Wald. Zuerst erhellt nur atmosfärische Streuung des Sonnenlichtes die Landschaft. Auf dem Schriesheimer Kopf verfolge ich den beginnenden Sonnenaufgang, der warmes Licht verbreitet. Es ist etwa 7 Uhr. Ein perfektes Motiv dafür sind die (Aussichts-)Türme des Odenwaldes. Bedingt durch ihre Höhe bekommen sie die ersten Sonnenstrahlen ab. Noch fast horizontales Licht sorgt für sehr schöne Motive. Etwa 15 Minuten nach Sonnenaufgang erklimme ich den Teltschikturm um das warme Licht des Morgens, das besondere Bilder in die Landschaft malt, einzufangen.
Eine Stunde später setze ich meinen Weg gen Heidelberg fort. Das rötliche Licht wird zusehens weißer. Trotzdem ergeben sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit ein paar schöne Bilder. Ab etwa 9.30 Uhr verschwindet die mystische Stimmung des Morgens und wird durch das harte Tageslicht abgelöst. Die Suche nach dem besonderen wird immer schwieriger. Oberhalb von HD-Ziegelhausen ergibt sich ein letztes Motiv. Dieses zieht den Begriff der “Heliografie” ins Extreme, da mein Ultraweitwinkel einen sehr großen Teil zum Malen beiträgt. Die Flares sind eigentlich Fehler dieses Glases, zeigen hier aber deutlich, was Licht alles kann. Das letzte Bild der Serie stellt den Kontrapunkt dar und ist kaum noch spektakulär.

Die nachfolgenden Bilder sind so bearbeitet, dass sie den gewünschten Bildeindruck gut wiedergeben.

Hier noch meine Wanderroute vom Teltschikturm zur Neckarschule in HD-Ziegelhausen.

Bis bald.


Retro-Blog – Übersicht | Mai 2012 – Sonnenaufgang auf der Kalmit

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