Das große Räumen – Auszug in Etappen

Vier Wochen sind vergangen, seitdem ich nicht mehr im Dorf wohne.

Im folgenden Artikel möchte ich Euch bildlich zeigen, wie aus einer gut gefüllten Wohnung ein paar kahle Räume wurden. In einem weiteren Artikel kümmere ich mich dann um meine neue Bude.


Das Ganze hat eine kleine Vorgeschichte:

Ich war seit dem 31. Juli 2000 im Dorf gemeldet.
Um diese Zeit zogen meine Eltern und ich in eine etwa 90m² große Wohnung – diese Wohnung.
Ein großes Wohnzimmer, eine großzügige Küche, ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, und ein winziger Flur.
Ein kleines Kämmerchen, ein Bad und ein riesiger Balkon gehörten ebenfalls dazu.

Die Jahre kamen und gingen.
Ich war mal da, mal dort.
Wir richteten ein, räumten um – kauften neue Möbel.
Anfang 2015 zog mein Vater aus und nahm einiges mit – aus Eins wurden Zwei.
Ende August 2018 zog dann auch meine Mutter und nahm ebenfalls Dinge mit. In Vorbereitung auf ihren Umzug, und in der Gewissheit, dass ich auch bald eine eigene, kleinere Wohnung haben würde, entsorgten wir großzügig Möbel. Es wurde zerlegt und ausgemüllt. Mit Stand 26. August 2018 war von der früheren Gemütlichkeit kaum noch etwas vorhanden.
Die folgenden drei Bilder zeigen die erste Sperrmüll-Aktion, die das Schlafzimmer betraf. Wie schon vor Jahren wählten wir den kurzen Weg über die Balkonbrüstung auf die Wiese im Hof – fliegende Bretter.

11./14. August:


Am 26. August machte ich eine Bestandsaufnahme von dem, was mir noch geblieben war.
Kurz zuvor hatte ich den Mietvertrag für meine eigene Wohnung unterschrieben und wusste nun, dass ich mich sehr begrenzen werden müsste.


Es ging nun los mit der Bastelei – was sollte weg, was wollte ich mitnehmen?
Zudem nahm ich das Angebot an, die Küche von einer externen Firma entsorgen zu lassen, die Mitte September das ganze Haus ausräumte.
Das führte zu folgender Raumorganisation:
Wohnzimmer – Abstellkammer für Kartons und Müllraum
Schlafzimmer – Ikea-Ivar-Lager und Küche bzw. Esszimmer
Kinderzimmer – zum Arbeiten und Schlafen
Kämmerchen – Werkzeuglager

Glücklicherweise hatte ich noch eine alte Kühltasche, die sich per Steckdosenanschluss betreiben ließ, sodass ich auch bei den sommerlichen Temperaturen einen kleinen Kühlschrank zur Verfügung hatte – auch wenn dieser ziemlich lautstark war.


Am 12. bzw. 14. September wurde die Küche geholt – einschließlich der Bodenbeläge.
Das führte dazu, dass das Zimmer nun sehr unangenehm nach irgendwelchen Ausdünstungen roch.


Am darauffolgenden Wochenende war dann auch mein Zimmer fällig.
Die Ivar-Regale zerlegte ich in ihre Einzelteile und ließ sie ins Schlafzimmer wandern.
Den Inhalt der Schränke packte ich in Kartons und stellte diese ins Wohnzimmer.


An den Abenden räumte ich fleißig – nun auch wissend, wie groß meine neue Wohnung sein würde.

Der 23. September, ein Sonntag, wurde zum Großkampftag:
Sämtliche Teppiche mussten raus – das betraf Wohn- und Kinderzimmer.
Beim letzten großen Umbau 2011 hatten wir dem Wohnzimmer einen zweigeteilten Bodenbelag verpasst. Das erleichterte mir die Arbeit etwas, diesen zu entfernen. Zuerst kümmerte ich mich um den vorderen Teil beim Eingangsbereich. Danach war mein Zimmer fällig und anschließend der hintere Teil vom Wohnzimmer.
Nun war alles sehr kalt und hallig.
Anschließend räumte ich meinen Kram ins Wohnzimmer und stapelte alle Kartons in mein Zimmer.


Die letzte Septemberwoche – und die letzte Woche in dieser Wohnung – wurde richtig stressig.
Am 25. September hielt mein gesamter Kurs eine Präsentation vor der Schule – zeitgleich hatte ich eine Menge anderer Gedanken: Würde der Umzug passen?
Am Montagabend stellte ich Sperrmüll und Altholz an die Straße.
Die Ivar-Teile fanden Abnehmer, den Rest holte die AVR mit ihren Entsorgungsmobilen.

Freitagnachmittag, am 28. September, fuhren wir die Kartons in die neue Wohnung.
Am Abend zerlegte ich dann mein Bett und den Küchentisch.
Ich schlief nun auf meiner Doppelmatratze und aß an einem kleinen Campingtisch.


Am Morgen des 29. September luden wir dann alle Reste in den gemieteten Sprinter und fuhren sie in meine neue Wohnung – binnen weniger als 2 Stunden war alles weg.

Zum Abschluss machte ich noch ein paar Aufnahmen der leeren Wohnung.


Nach über 18 Jahren ist diese Wohnung in Wilhelmsfeld nun Geschichte.

Die Bilder dieser Dokumentation entstanden fast alle mit dem 11–16mm-Tokina.
Im Ultraweitwinkel konnte ich die Veränderungen am besten einfangen.

Gehabt Euch wohl!

— SnusTux|René M. – 27/10-2018 (19/10-2026)


Teil 2: Von Klein nach Groß – von Groß nach Klein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert