Hej, Ihr Herbstfreunde.
Seit meinem letzten Dürre-Text sind mittlerweile zwei Monate vergangen. Damals schrieb ich zum Abschluss:
»Die Wetteraussichten für die nächste Zeit sind düster. Der dringend benötigte Regen über eine längere Zeit wird erst einmal nicht kommen. Die Dürre wird sich weiter verschärfen.«
Der Sommer ist gegangen, der Herbst ist da.
Das Wetter hat sich dagegen kaum geändert. Weiterhin sind Wärme – und vor allem Trockenheit – bestimmend.
Das lässt sich sehr gut am Klimadiagramm der vergangen zwei Monate ablesen:

Der August war weiterhin heiß, auch im September änderte sich daran wenig. Erst nach dem kalendarischen Herbstanfang wurden die Nächte spürbar frischer. Das ist kaum verwunderlich, wenn Wolken fehlen und die Wärme somit entweichen kann. Gleichzeitig stiegen die Tageshöchstwerte noch einmal über 30°C – sehr selten für diese Jahreszeit.
Besonders bedrückend ist aber die anhaltende Dürre.
Die dreiwöchige Dürreperiode, die ich bereits im letzten Beitrag erwähnt hatte, setzte sich noch eine weitere Woche fort – vier ganze Wochen ohne einen einzigen Tropfen von oben!
Bis Ende August kamen dann immerhin knapp 43 Millimeter zusammen, ehe der September wieder zum Dürremonat wurde. Es ist erschreckend!
Kaum 55 Millimeter Niederschlag also in zwei Monaten. Zieht man den Regen vom 01. Oktober ab, bleiben kaum noch 50 Millimeter – das entspricht für den Vergleichszeitraum 1991–2020 nur gut 40 %. Dabei sticht der September mit nur 12% vom normalen Monatsmittel besonders negativ hervor.
Die Dürre bleibt – auch über den Sommer hinaus.
Das Ganze habe ich vor allem Mitte September und in den vergangenen Tagen dokumentiert. Am 15. September bin ich zum Morgen am Neckar bei Eberbach. Hier liegt leichter Tau auf den Wiesen und Nebel zieht durch das Tal. Trotzdem sind die Wiesen noch eher braun statt grün.


Zwei Wochen später halte ich die Situation in meiner unmittelbaren Nachbarschaft fest. Der Hügel, an früher ein großer Baum gestanden hatte, ist zur beige-grauen Steppenlandschaft geworden, auch die hohen Gräser entlang der Emmertsgrundpassage haben kaum Farbe.


Bei mir vor dem Haus hat die Grasfläche wieder etwas Farbe bekommen – kühle, feuchte Nächte sind mit ein Grund dafür. Aber der Schein trügt. Der Boden ist weiterhin nur oberflächlich etwas befeuchtet und trocknet bei Sonnenschein schnell wieder aus.

Am heutigen Morgen ziehe ich zu Dokumentationszwecken durch die Weinberge.
Das Bild ist gemischt und täuscht über das eigentliche Dürre-Desaster hinweg. Viel Grün wechselt sich mit den bekannten ocker-braunen Stellen ab. Ob der Jahreszeit färben sich die Blätter der Reben langsam in schöne Herbstfarben.








Auch in diesem Text muss ich meine Phrase von Teil 2 wiederholen:
Die Aussichten auf Wetteränderung und eine lange Regenphase sind dürftig. Ob in der kommenden Woche wirklich mal ein paar nasse Tage dabei sein werden, kann gut möglich sein. In jedem Fall wird es wieder nur der berühmte Tropfen auf die verdorrte Landschaft.
Es bleibt beim Wetter ein trauriges Jahr.
Damit beschließe ich diese Mini-Reihe vorerst.
Sollte sich die Regensituation weiterhin nicht ändern, folgen vielleicht ein paar Zugaben.
Komm gut durch den Herbst.
Gehabt Euch wohl & bis bald!
— SnusTux|René M. – 04/10-2026

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